
Newsletter
07.04.2016
Liebe
UnterstützerInnen,
der
Einladung zur Nachbarschaftsversammlung
am 06.04.2016 unter
dem Titel „Soziale Mischung – Verdrängung
durch die Hintertür?“ folgten mehr als 60
Nachbarinnen und Nachbarn. Ergebnis der
Versammlung ist die folgende Erklärung,
welche auch am heutigen Abend in die
abschließende Beteiligungsveranstaltung des
Senats zur Vorbereitung des
Sanierungsgebiets Rathausblock/Ruhlsdorfer
Straße eingebracht wird.
Lebenswerte Stadt für Alle –
bezahlbare Mieten für Alle!
Die Nachbarschaftsversammlung
vom 6. April 2016
im Club
Gretchen auf dem Dragonerareal erklärt:
1.
Maßnahmen, die bisher mit dem Begriff
soziale Mischung von oben gerechtfertigt
werden, hatten immer große Nachteile für
ärmere Bevölkerungsteile und haben
Verdrängung nicht verhindert.
2.
Vielfalt und sozialer Zusammenhalt wurde in
unserem Kiez schon großteils zerstört –
dieser Entwicklung der Verdrängung kann man
nur mit 100% wirklich bezahlbaren Mieten in
Wohnen und Gewerbe entgegenwirken.
3.
100% sozialer Wohn- und Arbeitsraum schafft
keine „Problemkieze“ oder soziale „Ghettos“,
sondern heißt mehr Lebensqualität für alle.
4.
Für ein Sanierungsgebiet
Rathausblock/Ruhlsdorfer Str. fordern wir:
- Kein Sanierungsgebiet ohne Gelder
für die Förderung bezahlbaren Wohnraums
und für den Aufkauf zur Rekommunalisierung
von privatem Eigentum!
- 0% Privatisierung: Das
„Dragonerareal“ und andere öffentliche
Bestände bleiben in öffentlicher Hand!
- 100 % wirklich bezahlbare Mieten in
Wohnungen (abgedeckt von den Leistungen,
die Transferleistungsempfänger*innen
erhalten) und Gewerbe
- 100% für immer:
Einmal gefördert, immer gebunden!
- 100 % Mieten: Keine
Umwandlungen, kein Neubau von
Eigentumswohnungen!
- 100 % Bestandsschutz:
Niemand wird verdrängt – in Gewerbe und
Wohnraum!
- 100 % wirkliche
Teilhabe an Erneuerungsplänen im
Sanierungsgebiet!
5. Wir
fordern umgehend einen „Kiezraum“ auf
dem so genannten Dragonerareal, in dem sich
Nachbar*innen treffen, kennenlernen und
selbst organisieren können. Dieser soll auch
zum Ausgangspunkt für einen aktiven
Geschichtsort, eine Zukunftswerkstatt und
eine Modellentwicklung für eine Stadt von
Unten werden. Ein wirklicher
Beteiligungsprozess für eine
Stadtentwicklung von Unten geht von hier
aus.
6.
Wir lassen uns nicht verdrängen – schon gar
nicht im Namen „soziale Mischung“.
Pressespiegel
Neues
Deutschland vom 06.04.2016
Neubau
Senator will alles zubauen
von Nicolas Šustr
[…]
»Wir brauchen einen starken neuen sozialen
Wohnungsbau in kommunalem Eigentum«, sagte
Baustaatssekretär Engelbert Lütke Daldrup
(SPD), um künftig nicht wieder Probleme beim
Auslaufen der Bindungen zu bekommen. 200 bis
300 Millionen Euro jährlich seien dafür
nötig. Vom alten Sozialwohnungsbau »müssen
wir so viel retten wie irgend möglich«. Das
sei rechtlich jedoch kompliziert, eine
Expertenkommission arbeite jedoch an dem
Thema. Der in der vergangenen Woche
veröffentlichte Sozialstrukturatlas zeigt
bereits, dass zunehmend Einkommensschwächere
aus der Innenstadt an die Peripherie
verdrängt werden.
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taz
vom 05.04.2016
Wohnungsbau
in Berlin
Bezahlbarer Wohnraum? Hier nicht!
von Uwe Rada
[…]
Nur noch rund 135.000 der insgesamt 1,9
Millionen Wohnungen in Berlin sind
Sozialwohnungen. „Wir sind stolz darauf,
dass Menschen aller Einkommensgruppen
überall in Berlin wohnen können“, sagt der
Senator. Die neuen Sozialwohnungen dürften
deshalb nicht nur am Stadtrand entstehen,
mahnt er. „Diese Mischung können wir nur
bewahren, wenn wir auch in der Mitte
Sozialwohnungen bauen.“
weiter…
rbb-online
vom 05.04.2016
Gästelisten-Kampagne
„PLUS1“ sammelt für Flüchtlinge
Berliner Partyvolk spendet 40.000 Euro
von rbb-online
Freier
Eintritt über die Gästeliste, dafür ein paar
Euro in die Spendenbox. Das Konzept der
Berliner Kampagne „PLUS1“ ist einfach und
funktioniert. 40.000 Euro konnte die
Initiative im vergangenen halben Jahr für
Organisationen sammeln, die sich in der
Flüchtlingshilfe engagieren. Besonderen Dank
dafür gebührt laut „PLUS1“ den „besten Türen
Berlins“. (Anmerkung: Der Club
Gretchen auf
dem sog. Dragonerareal macht mit!)
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