Liebe UnterstützerInnen und Interessierte, anbei aktuelle Meldungen rund
um das Bündnis Stadt von Unten, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
und das Gelände hinter dem Finanzamt. Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.
Euer Bündnis /Stadt von Unten/
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*Ausstellungseröffnung „Projekt X-Berg - Kollektive Perspektiven“,
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*Freitag, 27.02.2015, 18 Uhr Rathaus Kreuzberg *
Die Ausstelung unter dem Titel „Projekt X-Berg - Kollektive
Perspektiven“ wird am Freitag, 27.02.2015 um 18 Uhr eröffnet und ist ein
gemeinsame Kooperation der TU-Berlin, mit dem Mietshäuser Syndikat und
dem Bündnis Stadt von Unten.
Neben grundsätzlichen Fragestellungen zur Verteilung von Raum und
Ressourcen in der Stadtentwicklung, zeigen die Arbeiten der Studierenden
ganz konkret Möglichkeitsräume in Kreuzberg. Ein Schwerpunkt liegt auf
dem Dragoner Areal, der 4,7 Hektar großen bundeseigenen Liegenschaft,
die momentan im Höchstbieterverfahren zum Verkauf steht. Bezirk,
stadtpolitische Initiativen und Nachbarschaft fordern hier die
Möglichkeiten einer kiezgerechten und sozial verantwortlichen
Stadtentwicklung ein.
Weitere Informationen unter:
http://stadtvonunten.de/27-februar-2015-ausstellungseroeffnung-projekt-x-ko…
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Haushaltsauschuss im Bundestag stimmt für Verkauf von
Großgörschen-/Katzlerstraße*
Am gestrigen Tag stimmte der Haushaltsauschusse dem Verkauf der
bundeseigenen Wohnungen in der Großgörschen-/Katzlerstraße zu. Trotz
anhaltender Proteste und viel Fürsprechen für die MieterInnen, auch von
Berliner SPD und CDU Bundestagsabgeordneten, stimmten SPD,CDU und CSU im
Haushaltsauschuss für den Verkauf, gegen die Stimmen der
Oppositionsparteien. Auch die MieterInnen waren wieder vor Ort am
Bundestag. Das letzte Wort hat nun der Bezirk Schöneberg und das Land
Berlin, diese haben das Recht zur Ausübung des Vorkaufs.
RBB vom 25.02.2015, Bund verkauft Großgörschen-Immobilien
https://www.youtube.com/watch?v=wZr8aEagBfI
Seite der IG Groka
http://iggroka.de/beitraege/
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Künstlerprotest am Stadtbad Wedding*
Am Dienstag protestierte das Bündnis Stadt von Unten zusammen mit
MieterInnen des "Stattbad" und den Stadtteilgruppen "Hände Weg vom
Wedding" und "Wem gehört Kreuzberg" vor dem Stadtbad Wedding. Unter dem
Motto "Piepgras geh baden, du kannst es nicht!" wurde vor dem ehemaligen
Hallenbad demonstriert, welches dem "Investor" Arne Piepgras gehört,
dieser läßt es seid Besitzeinnahme verfallen, die MieterInnen im
Stadtbad können dieses nur unter prekären Zwischennutzungsverhältnissen
nutzen. Der "Atelierbeauftragte des Stadtbad" räumte gegenüber dem Neuen
Deutschland ein "Ja, es ist kaum saniert worden und ein richtiger
Fahrplan liegt auch nicht
vor."
Arne Piepgras ist mittlerweile "Höchstbieter" am Dragonerareal, um das
Gebot von 36 Milionen erbringen zu können hat er sein Gebot an ein
tschechisches Investorenkonsortium weiterveräußert. Auch hier hat er die
*Kunst als Spielmarke* für sein Gebot benutzt, es wurde mit
"Künstlercampus" geworben. Das Bündnis Stadt von Unten hat mal
nachgerechnet, günstige Mieten und viel Kunst wird es bei solch einem
hohen Gebot nicht geben können, maximal eine Scholle in einem Meer von
hochpreisigen Gewerbe.
Tagesspiegel-Video auf youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=B7CFgOKEYXY
Informationen zur Kundgebung:
http://stadtvonunten.de/piepgras-geh-baden-kundgebung-morgen-24-02-2015-153…
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Kreuzberg wird verhökert*
In einem Beitrag unter dem Titel "Kreuzberg wird verhökert" berichtet
das Magazin Stilbruch im RBB über den Verlust des kulturellen Gesichts
Kreuzberg. Der Beitrag ist ein mahnendes Beispiel dafür, was uns in den
nächsten Jahren und jetzt schon verloren geht.
Zum RBB-Beitrag auf youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=LfwwTYYxZ4E
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Neu stadtpolitische Karte (Beta-Version)
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Die Webcrew von wirbleibenalle.org hat eine neue Karte erstellt, diesmal
eine Metakarte in der Daten aus mehreren Karten zusammengefasst sind.
Mit dabei ist auch das Kartenmaterial von "Wem gehört Kreuzberg" zu
Orten der Verdrängung und auch Daten aus vorgesehenen BImA-Verkäufen und
zu Besetzungen der letzten Jahrzehnte.
Zur Karte auf wirbleibenalle.org:
http://wirbleibenalle.org/?p=2568
<http://wirbleibenalle.org/?p=2568>
Kontakt: info(a)stadtvonunten.de
Twitter: https://twitter.com/stadtvonunten
Wenn ihr unseren Newsletter abonnieren wollt, dann schreibt uns eine
Mail mit dem Betreff "Newsletter Stadt von Unten abonnieren".
<http://stadtvonunten.de/25-01-2015-14-uhr-gedenkspaziergang-zum-dragonerare…>
--
>> Petition zeichnen!
Finanzminister Schäuble und die Bundesregierung:
Stoppen Sie den Ausverkauf bundeseigener Liegenschaften!
Übertragung an die Kommunen jetzt!
http://www.change.org/bima
*Kundgebung, 24.02.2015
15:30 Stattbad Wedding
Gerichtstraße 65
Nähe S-Bhf-Wedding*
Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, möchte nur zu gern das
sogenannte Dragonerareal in Kreuzberg 61 zum Höchstpreis versilbern, für
sagenhafte 36 Millionen Euro. Verscherbelt, im wahrsten Sinne des
Wortes, wird das öffentliche Eigentum aller Voraussicht nach an einen
sich selbst als „Investor“ sehenden „Projektentwickler“ namens Arne
Piepgras. Er plant dort angeblich einen „Künstlercampus“. Unter den
vielen hemmungslosen Verwertern ist er kein Unbekannter und hat einige
„Referenzen“ nachzuweisen.
Die Berliner Zeitung spricht vom „heruntergekommenen Schwimmbad“ im
Wedding. Das Geschäftsmodell von Piepgras, *nichts investieren und
möglichst die MieterInnen im Zwischennutzungsverhältnis abzocken* –
*gespielt wird mit Aufwertung durch künstlerische Nutzung.* Das Stadtbad
Wedding wurde billig vom Liegenschaftsfonds geschossen, zu einem
unschlagbar günstigen Preis. Versprochen wurden Maßnahmen in
Millionenhöhe, aber schon bei den sanitären Anlagen scheitert der
„Investor“.
2006 wollte Piepgras den Fichtebunker in Kreuzberg vom
Liegenschaftsfonds erwerben, den Kauf machte der „Investor“ vom Bezirk
abhängig. Der sollte den nahegelegenen, alteingessenen Spielplatz dafür
platt machen, Friedrichshain-Kreuzberg stimmte diesem „Deal“ jedoch
nicht zu.
Neu ist auch der Einsatz von *Kunst als Spielmarke* nicht, in der
Landsberger Allee 54 in Friedrichshain nutzten bis 2011 KünstlerInnen,
MusikerInnen und Galerien die ehemalige Brauerei. Nach 6 Jahren war
damit Schluss, die NutzerInnen wurden von Piepgras vor die Tür gesetzt,
die Brauerei wurde teuer weiterverkauft, das Resultat:
Eigentumswohnungen statt Ateliers.
Auch beim Tacheles in Mitte wollte Piepgras 2013 als Zwischenhändler
Monopoly spielen, *er selbst hat kein Kapital*, damals hieß es furchtbar
naiv „Ich habe Interesse zu kaufen. Ich muss aber noch Leute finden, die
das bezahlen wollen“. Auch hier versuchte er es mit „seiner“
Kunsthallen-Idee für Berlin. Diese wird immer dann ins Rennen gesetzt,
wenn das Schreien nach Förderung durch die Stadt angesagt ist.
„Ich habe Interesse zu kaufen. Ich muss aber noch Leute finden, die
das bezahlen wollen“,
das gilt auch für das Dragoner-Areal, es ist kein eigenes Kapital
vorhanden. Die Anzahlung von 5,4 Millionen musste er sich von Geldgebern
besorgen, für den Nachweis über die restlichen 30,6 Millionen hat er
schon mehrfach um Verlängerung gebeten. Auch die Investoren wurden nicht
über die veränderte Planungsgrundlage aufgeklärt. Wie beim Stadtbad
Wedding scheinen Piepgras auch hier „Glück und Fantasie geleitet zu haben.“
*Wir finden es muss Schluss sein mit faulen Deals und der Kunst als
Spielmarke.*
Piepgras geh baden, wir haben genug von dir, wir brauchen dich
nicht mehr. Weder in Wedding, Kreuzberg, Mitte, Hellersdorf noch anderswo.
Außerdem rufen auf:
Wir bleiben Alle <http://wirbleibenalle.org>, Stadt von Unten
<http://stadtvonunten.de>, Hände Weg vom Wedding
<http://haendewegvomwedding.blogsport.eu/> und Wem gehört Kreuzberg
<http://wem-gehoert-kreuzberg.de>
--
>> Petition zeichnen!
Finanzminister Schäuble und die Bundesregierung:
Stoppen Sie den Ausverkauf bundeseigener Liegenschaften!
Übertragung an die Kommunen jetzt!
http://www.change.org/bima